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neuerOutdoorsessel Angriff der Bohrmaschinen Unter Tüten PACKEYS VOGELBUCH |
die Ampel (Turdus rufoviridis YELLOW, 1990)
Im Allgemeinen kann man aber davon ausgehen, daß die roten Exemplare Männchen sind und die grünen Weibchen. Die gelben sind meistens Jungvögel, sie treten aber nicht auf in einem Revier, in dem es nur Fußgängerampeln gibt. Dort "entscheiden" sie sich frühzeitig und erst mal unabhängig vom Geschlecht für rot oder grün. Die Ampel kann durch einen chemischen Vorgang, an dem noch heftig geforscht wird*, aktiv leuchten. Oft sitzen die Ampel-Familien nach folgendem Muster herum: Männchen (rot) oben, Jungtier (gelb) in der Mitte, Weibchen (grün) unten. Dann leuchten sie abwechselnd: Erst das Weibchen, dann das Jungtier, dann das Männchen. Dann leuchten Männchen und Jungtier zusammen, dann wieder das Weibchen. Dieses Ritual wird vornehmlich in der Dämmerung veranstaltet und hat schon viele Autofahrer umgebracht. An Stopkreuzungen reduziert die Straßenwacht den Bestand an Ampeln radikal, weil sonst zu viele Unfälle passieren würden, wie die Vergangenheit beweist. Leuchten zwei Ampelfamilien an der gleichen Kreuzung, dann zeigen nie beide gleichzeitig Rot oder Grün. Am allerliebsten halten sich aber gleich vier Ampelfamilien an einer Kreuzung auf. Dann zeigen die sich gegenübersitzenden Gruppen im Wechsel mit den anderen beiden Rot bzw. Grün, so daß Verkehrsunfälle fast ausgeschlossen werden. Doch da diese Vögel zu unzuverlässig sind und zum Beispiel einfach drei Meter weiter in einen Busch fliegen, um dort weiterzuleuchten, duldet man sie nicht an Kreuzungen, die stark befahren werden, und an den anderen stellt man Warnschilder auf (das normale Ampel-Warnschild mit einem Zusatz "Organ. Ampel", will heißen, "Organische Ampel"). Ampeln werden gerne gefangen und an einem Fuß festgebunden als Baustellenampeln oder Lichtorgeln in Discotheken benutzt. Dort hat man es sogar fertiggebracht, Ampeln mit blauem und lila Gefieder zu züchten. [zurück zum Text] * Eines steht fest, sie tut es nicht auf Glühwürmchenbasis, d.h. sie hat keinen erhöhten Anteil an Glühwürmchen in ihrem Nahrungsspektrum (wie JAUNE 1990 vermutet), von denen sie eventuell die Leuchtstoffe im Gefieder verputzen könnte oder durch den Stoffwechsel in die Federn mit hineinmausern könnte. Dadurch könnte auch die Winter-Leuchtkraft, die immerhin 1/3 der Sommer-Leuchtkraft erreicht, nicht erklärt werden. YELLOW nimmt an, daß die Ampel im Luftsacksystem ein paar kleine chemische Fabriken hat, die sie ab und zu zum Husten reizen und dabei kleinste Mengen an Substanzen in die Aushustluft abgeben, die sich verbinden und dann auf das Gefieder gehustet werden und leuchten. Dagegen spricht, daß man nie beobachtet hat, daß die Luft der Ampel beim Husten leuchtet, überdies ist die Ampel-Hustfrequenz zu gering, um ein kontinuierliches Leuchten zu ermöglichen. Die Bürzelfette scheiden nach intensiver Betrachtung
ebenfalls als Leuchtfaktor aus, und auch die verwegene Theorie von IDSCH-NI-SAN-CHI
(1991), nach der die Ampel eine simple Taschenlampe im Eierstock mit sich
herumträgt, kann nicht zufriedenstellend erklären, warum das
Männchen auch leuchtet. CUTT (1991) geht sogar noch einen Schritt
weiter und glaubt an eine frei bewegliche Taschenlampe, die zwischen den
einzelnen Familienmitgliedern hin und her gereicht wird; diese Taschenlampe
soll zudem leben und symbiontischer Natur sein...
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