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Flutkatastrophe in Südasien
Titanic-Ikone unter den Opfern?

Dass es sich bei der Flutkatastrophe in Südasien um den Versuch einer gezielten Rache der Natur an Thailand-Urlaubern wie Altkanzler-Kohl und Altsänger Karel Gott handeln soll, ist natürlich eine infame Lüge. Der Dauerberichterstattung diverser Nachrichtensender verdanken wir aber immerhin die gesicherte Erkenntnis, wie ein einzelnes Thema über zig Tage hinweg rund um die Uhr totgesendet werden kann. Wobei zwei Dinge besonders bemerkenswert sind: Zum einen gehört es offenbar zu den arbeitsvertraglichen Pflichten jedes Katastrophen-Moderators, sich um einen Gesichtsausdruck zu bemühen, mit dem man sich um den Peter-Kloeppel-Preis für Betroffenheitsmimik bewerben kann. Und außerdem zählt es allem Anschein nach zum kleinen Einmaleins einer auf Superlative fixierten Form des Journalismus, im Halbstundentakt gestiegene Opferzahlen präsentieren zu sollen. Und zwar ganz so, als mache es für die Bewertung der Katastrophe einen Unterschied, ob der body count nun gerade bei 120.000 oder 130.000 angekommen ist.

Unabhängig vom Entsetzen, das Opferzahlen dieser Größenordnung auslösen, erschüttern aber auch Einzelschicksale. Wozu auch die hier gefundene Meldung gehört, dass Gisela von Hinten zu den Vermissten gehört. Handelt es sich dabei tatsächlich um die Ravensburger Partner- und Sexualberaterin, die vom Satiremagazin Titanic in den Rang einer Ikone der Menschen mit aussagekräftigen Nachnamen erhoben worden ist? Oder gehört eine Namensvetterin zu den möglichen Opfern? Oder hat sich da jemand einen ebenso subtilen wie schlechten Scherz erlaubt? Wir werden weiter versuchen, dieses makabre Detail aufzuklären.

jg