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Nick Igel in America - Part Three
Im heiligen Land

Der Amerikaner als solcher ist faul. Stinkfaul. Deswegen hat er schon in den fünfziger Jahren die Tradition des "drive through" bzw. "drive in" erfunden. Was letztlich nichts anderes bedeutet, als dass man zur Bank, ins Kino, ins Restaurant - und wer weiß wohin noch - nicht geht, sondern fährt, und vor Ort noch nicht einmal den Arsch aus dem Autositz wuchten muss, der sich auf diese Weise nach und nach der Gesäßform optimal anpassen kann. Es soll Amerikaner geben, die ihre Autositze bereits seit Jahren nicht mehr verlassen haben und bei denen die Beinmuskulatur bereits vollständig verkümmert ist. Besonders angenehm ist diese Kultur beim "drive-in-Restaurant". Weil dort der ohnehin unbefriedigende Geschmack amerikanischen fast foods wenigstens vom zarten Abgasaroma übertüncht wird, dass aus dem Auspuff des nebenan stehenden Wagens zu einem herüberweht. Denn - das ist für den Amerikaner Ehrensache - der Motor läuft selbstverständlich weiter, während man isst. Dass Volvo unlängst seine US-Modelle umstellen und die Sitze verbreitern musste, mag eine Folge dieser Bewegungsarmut sein.
Obwohl die USA das Land der religiösen Fanatiker sind, musste sich selbst die Kirche schon diesem Drive-Through-Lebensgefühl anpassen, um ihre Kundschaft bei der Stange zu halten. In Arizona wird die Gemeinde aus dem Travelling Tabernacle bedient - zum Schalter fahren, sich vom Sektenführer seiner Wahl (Baptisten, Lutheraner, Methodisten, Katholen - Hi my name is reverend Charlatan, I am your personal father, how are you today?) eine Hostie verabreichen lassen, gut kauen, und schon kann es weiter gehen. Gegen Aufpreis gibt es noch einen Segen dazu.


Auch an die lieben Kleinen ist gedacht. Da gibt es das Kindermenü McHostie: Oblate, Segen und eine lustige Actionfigur für nur 6 Dollar.


Moses - mit abnehmbaren Gebotstafeln und Hirtenstab



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