Nick Igels Kulturtagebuch >>Aktuell >>Archiv
   
 
Nick Igel in America - Part Four
Die USA im Wahlkrampf

Die Amerikaner waren sich bis vor wenigen Wochen noch einig: Georg Doppel-U muss Präsident bleiben. Er ist dumm, sieht nicht besonders gut aus, gehört den Anonymen Alkoholikern an, lässt Länder bombardieren, die er weder auf dem Globus finden, noch ihren Namen richtig buchstabieren könnte. Er ist borniert, spricht keine Fremdsprache, hat einen höchst beschränkten Horizont und kann die Franzosen nicht leiden. Auf gut Deutsch, er verkörpert Werte, die 98 Prozent aller seiner Landsleute mit ihm teilen. Dessen ungeachtet ist die Kritik an Doppel-U unlängst immer heftiger geworden. Er habe den Iran noch immer nicht angegriffen, dulde nach wie vor, dass schwarze Schüler mit weißen in den selben Klassenräumen sitzen dürften, sei dabei erwischt worden, wie er Pizza Calzone richtig ausgesprochen habe und habe heimlich sogar einen Teil der ausstehenden UNO-Beiträge der USA bezahlt. Gerüchteweise war gar zu hören, er wolle sich für den Klimaschutz einsetzen. Aus diesem Grunde hat die Opposition eine beispiellose Diffamierungskampagne gegen unseren Georgie gestartet, deren übelste Auswüchse hier nur auszugsweise widergegeben werden können:


Auch die Demokraten (Vorsicht, irreführender Name!) schließen sich der Kritik an und behaupten, dass die Befreiung unseres Dabbeljuhs vom zweijährigen Wehrdienst - zugunsten eines knallharten zweiwöchigen Dienstes bei der Bewachung des Feuerwehrspritzenhauses in Buttfuck Ohio - nicht wegen einer schweren Verletzung, die George beim Nasebohren erlitten haben solle, sondern nur wegen seiner guten Beziehungen (sein Vater war gerade Vizepräsident und soll den Verteidigungsminister gekannt haben - lächerlich!) erfolgt sei. Umgekehrt werfen die Republikaner (Vorsicht: irreführender Name!) dem Kriegshelden Kerry vor, seine Verwundungen nur mit dem Heinz-Ketchup aus der Firma seiner Frau vorgetäuscht zu haben und "Hanoi" nur als den entrüsteten Ausrufen der Schwaben zu kennen, denen er ebenjenes Ketchup als "Nudelsauce" für ihre Spätzle empfohlen hatte.

Diese Auseinandersetzungen in der Weltmacht Nummer eins gefährden inzwischen die Stabilität der gesamten Staatengemeinschaft. Daher hat sich ein dritter Kandidat spontan entschlossen, noch in das Rennen um das Präsidentenamt zu gehen


Nick Igel gibt seine Kandidatur bekannt
"Hi, my name is Nick, and I am your personal president for this decade"



ni