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Monat 3 der letzten 4 Monate mit Gerd Schröder Hartz Sex bei VW
Erste Juliwoche:
Was ist eigentlich in unserer Politik los? Erst fährt des Kanzlers Lieblingsberater Peter Hartz in die politische und berufliche Grube - Hartz Sex bei VW führte dazu, dass der Peter jetzt in den Genuss von Hartz IV zu kommen droht. Dann spielt die komplette Zone verrückt. Kaum ist die WASG, äh Linkspartei, äh die neue Linke, ach was, ich sage einfach wieder SED, das ist einfacher als bei den ewigen Namensänderungen den Überblick zu haben - und ehrlicher sowieso. Kaum ist also die neuformierte SED aus der Taufe gehoben und Lafo auf den Chefsessel drapiert, fahren die Zonis wieder voll auf ihre Blockpartei ab, wahrscheinlich weil man drüben ja gute Erfahrungen mit Saarländern in der Staatsführung gemacht hat. 34 bis 38 Prozent in den Umfragen im Osten. Sind die eigentlich noch ganz dicht? (Vorsicht: rhetorische Frage!) Und dann liest man, dass die sächsische SED künftig alle Drogen freigeben will. Wahrscheinlich weil man für ein zwei Tage mit der Idee gespielt hatte, Peter Sodann zum Spitzenkandidaten zu machen. Und dessen Tatorte sind ja so langweilig, dass sie als Schlafmittel schon unter das Betäubungsmittelgesetz fallen müssten. Oder will man Koks und Heroin gar aus dem Kalkül freigeben, dass die Wähler eigentlich nur für Gregor und Oskar stimmen können, wenn sie über beide Ohren zugedröhnt sind? So wie Ottmar Schreiner, bekannt als Linksaußen der SPD und offenbar so SED-nah, dass er am 25. Juli schon mal einen guten Schluck aus der Pulle genommen hat und mit reichlich Blut im Alkohol auf die Autobahn einbiegen wollte. Die Polizei fand es nicht lustig und hat ihm den Führerschein entzogen. Wenn das unsere Politik ist, kann man nur noch mit Matthias Beltz formulieren: "Wenn alle Stricke reißen, hänge ich mich auf"
Zweite Juliwoche:
Inzwischen fliegt auf, dass eine Ostmutter ihre neun Säuglinge allesamt nach der Geburt getötet und in ihrem Garten verbuddelt hat. Das reichte aus, um Herrn Schönbohm über die Proletarisierung des Ostens referieren und damit die fünfzehnjährige Zonen-Omerta brachen zu lassen, die die deutsche Politik sich unsinnigerweise auferlegt hatte. Endlich wird das Kind beim Namen genannt, ein in diesem Zusammenhang besonders passendes Sprachbild, und kriegen die Ost-Schmarotzer mal die Wahrheit zu hören! Mir ist es ja relativ egal, ob die Ossis ihre Vorgärten mit solchem etwas eigenwilligen Naturdünger aufmotzen. Man könnte ja sogar zynisch werden und sich freuen, dass uns damit neun zusätzliche SED-Wähler erspart geblieben sind. Ob man aber so scheinheilig werden muss, wie RTL und SAT 1, die sich über die Zonenschelte ziemlich künstlich aufgeregt haben? Liebe RTLer, seid doch lieber froh, dass der Herr Schönbohm nur einen Teil der Wahrheit gesagt hat, und darauf verzichtet hat, Euch ins Stammbuch zu schreiben, dass das Programm der deutschen Privatsender mindestens soviel für die Verblödung, Proletarisierung, Entpolitisierung und Radikalisierung der deutschen Gesellschaft getan hat, wie Honecker, Mielke, Gysi und Lafontaine zusammen. Ich weiß es nur zu gut, denn ich hatte im Urlaub RTL und VIVA als einzige deutsche Fernsehsender zur Verfügung - danach wundert es einen nicht mehr, dass bei uns inzwischen auch die deutschstämmigen Hauptschüler mit türkischem Akzent sprechen. Es gibt ja soviel Wissenswertes über Klingeltöne, bzw. für die Ossis: holt Euch alle das Jammer-Monatspaket… Den Höhepunkt erreichte dieser televisionäre Supergau mit dem Tits-and-Ass-Weekend auf VIVA. Da tanzen Nelly, P. Diddy und Murphy Lee in einer Weise durch ein Video, das man vermuten muss, die gesamte Mannschaft sei von Creutzfeld-Jakob im Endstadium befallen. Und mindestens in 60 Prozent der Videos wird gerapt, in den übrigen bringen Absolventen der Xavier Naidoo Akademie für pseudosentimentales Gesülze jämmerliche Schnulzen zu Gehör. Wer will diesen Bockmist hören? Trösten kann man sich nur damit, dass auch in Deutschland mittelfristig entweder der islamische Fundamentalismus oder die SED obsiegen und in bester totalitärer Tradition diese entartete Musik verbieten wird. Und als einziger Klingelton wird die sozialistische Internationale bzw. der Ruf des Muezzin zugelassen.
Dritte Juliwoche:
Um erst einmal in den Urlaub zu kommen, musste ich mit Air Berlin fliegen. Die überschreiben ihr On Board Menü sehr witzig: "Airfrischung, Airholung, Air Berlin". Ein etwas airmüdender Humor. Schwer zu airtragen, eigentlich. Sie hätten auch noch airwähnen können, dass der verkaufte Rotwein zum Airbrechen ist. Und dass der schwule Steward sofort eine Airektion bekommt, wenn männliche Fluggäste einsteigen. Das ist eine Art von Airotik, die ich nicht so schätze. Eher airgerlich. Wenn man sich dann auch noch airdreistet, reichlich Vairspätung einzufahren, frage ich mich wirklich, ob ich mit Air Bairlin wieder fliegen soll. Wenn eine Airline schon nach der Hauptstadt der DDAir heißt…
Dafür war es dann in Portugal sehr schön. Immerhin haben die da sogar Wahlkampf für die CDU gemacht:
"Vota CDU!"
Beängstigend ist allerdings die angedeutete mögliche Koalition:
Wenn Hammer und Sichel für die SED und die Sonnenblume für die Grünen stehen
wollen uns die Portugiesen offenbar eine schwarz-dunkelrot-grüne Koalition nahelegen
Vierte Juliwoche:
Ein Münchener Unternehmer hat eine tolle Idee entwickelt. Er schickt die Stofftiere seiner Kunden auf Reisen. Und macht dann Fotos: Teddy auf dem Marienplatz, Teddy vor dem Münchner Rathaus etc. Mal davon abgesehen, dass die Idee aus der wunderbaren Welt der Amelie geklaut ist, wo der Gartenzwerg auf Reisen geht, frage ich mich schon, welche kranken Geister auf die Idee kommen, ihre Stofftiere vor irgendwelchen Sehenswürdigkeiten ablichten zu lassen!
Bleibt noch die Frage nach der überflüssigen Frau des Monats. Im Juli fällt die Wahl ganz leicht. Mit großem Abstand auf Platz 1: Jan Ullrich. Fällt schon vor dem eigentlichen Radrennen vor Schreck aus dem Sattel, findet von Jahr zu Jahr neue Ausreden, von denen eine schlechter als die andere ist und fährt wieder einmal dem Amerikaner hinterher. Übrigens, Team Telekom, dass Ihr diesmal noch nicht alle miteinander gewählt worden seid, kann eigentlich nur ein Versehen sein. Denn auch der Herr Klöden und der Herr Winokurow haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Und die ach so wertvollen Helfer geraten ja schon in Atemnot, wenn sie nur einen Berg von weitem sehen. Dichtmachen, den Laden!
ni |
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