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Die ersten und letzten paar Monate mit Angela Du bist ... Großdeutschland
Erste Novemberwoche:
Offenbar haben die hier vor einem Monat verbreiteten launigen Worte zur der tollen "Du bist Deutschland" - Kampagne auch die Kollegen von der Titanic nicht ruhen lassen. Sie haben nachgezogen mit einem schönen Merkel-Foto, untertitelt "Du bist Ostdeutschland!". Das können wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen und fragen mal ganz kritisch, warum die Bundesregierung bei der Erinnerung an unsere Vergangenheit wieder einmal die dunklen Kapitel ausgelassen hat:
 Du bist Großdeutschland (Zur Sicherheit hier noch eine Anmerkung für den Zentralrat der Juden: Dies ist Satire!!!)
Zweite Novemberwoche:
Wie heißt es schon im Grundgesetz: Alle Macht geht dem Volke aus! Ganz ähnlich läuft das jetzt ja auch in der großen Koalition. Richtig regiert wird schon seit zwei Monaten nicht mehr - und wahrscheinlich ist das auch der Grund dafür, dass die Statistiken zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung wieder einen Wirtschaftsaufschwung im Oktober/November verzeichnen. Wenn schon im Parlament kein Unsinn geredet wird, so mag sich Frau Schwarzer gedacht haben, dann übernehme ich das eben. Und lasse mal wieder so richtig einen vom Stapel: "Die jungen Mädchen werden sich jetzt fragen: Soll ich Friseuse werden oder Kanzlerin?", erklärte unser Emanzendinosaurier ins Mikrophon des ZDF. Wenn man Frau Merkel anschaut, möchte man antworten: Der Reihe nach! Erst mal lernen wir, wie das mit der Frisur geht, dann bewerben wir uns um politische Ämter. Sonst geht es den Kanzlerinnen von morgen wie der Angie von heute, deren Haartracht inzwischen sehr stark an Jean Renos Frisur in "Die Besucher" erinnert. Das, gekoppelt mit der Mimik von ET, hat wenige Wochen später, das darf ich hier vorwegnehmen, die Frau Rice so erschreckt, dass sie fast einen Fehler der amerikanischen Regierung bei den lustigen Gefangenenverschleppungen zugegeben hätte.
Dritte Novemberwoche:
Kaum regieren die Grünen nicht mehr mit, läuft die Genforschung wieder auf vollen Touren. Die CDU zum Beispiel hat versucht, Peter Hintze zu klonen. Mit beachtlichem Erfolg. Etwas Gammelfleisch vom Sperrmüll geholt, eine Soundkarte mit den alten Hintze-Parolen geladen, die Funktion Dauergrinsen.exe installiert, das Ganze mit etwas frisch aufgelecktem Speichel zusammengeleimt und fertig ist der Klon. Dieser hört auf den Namen Ronald Pofalla und beweist als neuer Generalsekretär der CDU, dass man es mit der Stimme von Theo Lingen und dem Intellekt einer Mettwurststulle durchaus bis in die Vorstandsetagen unserer Volksparteien bringen kann.
Nein, die politische Klasse hat schon lange keine Klasse mehr. Ungerecht ist nur, dass wir deswegen jetzt alle miteinander die große Koalition als Strafarbeit aufgebrummt bekommt.
Und als wäre das nicht Strafe genug, holt RTL auch wieder die Bohlen-Keule aus dem Schrank und lässt Deutschland zum dritten Mal den Superstar suchen. Du bist Alexander Klaws? Da schüttelt es einen doch! Kann bitte mal jemand bei der Gesellschaft für bedrohte Völker anrufen? Ich finde, dass die Deutschen da unbedingt gelistet werden müssen. Ich fühle mich jedenfalls bedroht! Denn noch hat Bohlen nicht verloren, noch toleriert die Gesellschaft dass Dumpfbackenditze Jugendliche gleich dutzendweise beleidigt und niedermacht. Damit das noch effektiver und gröber läuft hat man ihm diesmal Heinz Henn an die Seite gestellt. Wer den nicht kennt: Heinz Henn ist so grob, dass neben dem selbst eine grobe Leberwurst noch hochfein erscheint. Und so gut und kompetent ist er, der Heinzi, den kann man wahrscheinlich ohne Übertreibung den Ronald Pofalla des Musikbusiness nennen. Nur dass der Herr Henn nicht näselnd irgendwelche seichten Parolen daher labert, sondern in derartig dümmlich aufgesetzt-kumpelhafter Art den Proleten in sich auslebt, dass selbst die geringen intellektuellen Erwartungen, die man angesichts seiner Dorfmetzgerphysiognomie überhaupt nur in ihn zu setzen wagte, noch um mehrere Hinkelsteinwürfe (Hintzesteinwürfe?) weit unterboten werden. Nichts gegen Proleten - aber wenn die dann auch noch mit der Ausstrahlung daherkommen, "ich bin Prolet, und das ist gut so", und wenn die plötzlich den Anspruch erheben, Deutschlands Soundbürgermeister sein zu wollen, dann hört der Spaß auf. Das meinen wohl auch die Fans von Dumpfbackenditze. Jaha, die gibt es noch. Natürlich nur im Osten. In Schwerin zum Beispiel. Wo der Herr Mundt die Homepage "Bohlenworld" (bohlenworld.de) ins Leben gerufen hat. Und den Herrn Henn, der schließlich dem Dumpfbackenditze die Schau zu stehlen im Begriff ist, mal so richtig niedermacht. Lohnt sich zu lesen! Obwohl, wenn ich darüber nachdenke…
Vierte Novemberwoche:
Wenn man sich das alles so anschaut, pflanzt man sich am besten gar nicht mehr fort. Man stelle sich nur vor, unser Nachwuchs wollte am Ende auch Superstar werden und würde sich von Dumpfbackenditze und Horrorheinz casten lassen. Diese Schande, die über die ganze Familie gebracht würde! Also bleibt nur eines, was Wiebke und Axel Kunert im Titel ihres jüngst erschienenen Buches allerdings etwas tautologisch vorschlagen, das sie "Handbuch der Onanie" genannt haben. Siehe dazu auch beautifulagony.com .
Irgendwie fällt mir an dieser Stelle jetzt keine gute Überleitung zu Gorbatschow ein. Der offenbar auch von allen guten Geistern verlassen sein muss, hat er doch die Frau Christiansen aus dem gleichnamigen intellektuellen Ferienflieger des Sonntagabendprogramms der ARD zur europäischen "Frau des Jahres" gekürt. Gut, da gab es noch eine Menge anderer Frauen des Jahres, in verschiedenen Sparten - Literatur, Politik, Forschung und Technik etc. Und anders als von n-tv in der Übertragung berichtet, hat die Frau Christiansen den Preis ja wohl nicht für Politjournalismus, sondern für das fehlerfreie Vorlesen des Hinweises erhalten, dass man während ihrer Sendung besser angeschnallt sitzen bleibt, bis das Hirn die endgültige Parkposition erreicht hat. Aber trotzdem, wieso ausgerechnet die Gastgeberin von Deutschlands schlechtester Politsendung einen Preis bekommen muss, bleibt völlig unverständlich. Wohingegen es wohl niemand wagen wird, Widerspruch zu erheben, wenn ich verkünde, dass zur Überflüssigen Frau des Monats die Dame gewählt worden ist, die in einer Tagesthemen-Sendung so treffend in das Mikrophon einer Straßenumfrage formuliert hat: "Ich habe ein Mobiltelefon, da brauche ich doch kein Handy!" Genau! Und wir haben Angela Merkel, da brauchen wir doch keine Margot Honecker!
ni |
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