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Lärmbelästigung beim Mittagessen
Nick Igel in Mexiko - Letzter Teil

Aber auch nur bis die Spanier kamen und die Mayas sowie die anderen mexikanischen Stämme christianisierten. Auf die Pyramiden wurden nicht selten Kirchen gesetzt, um gleich einmal deutlich zu machen, wer in der neuen Hackordnung oben steht. Mit den heidnischen Götzen wurde aufgeräumt, ganze Stämme hingemetzelt. Die Diskotheken etwa überlebten die Massaker nicht.


Spanischer Geistlicher in Vorbereitung auf ethnische Säuberungen
(Kathedrale von Taxco)



Auch deswegen hat sich in Mexiko ein ganz eigenes Liedgut entwickelt. Hier ist der Einfluss der Eroberer nicht zu unterschätzen:


Voll im Trend: Karaoke im Franziskanercafé (Kloster von Izamal)



Deutlich schwerer zu ertragen ist dagegen die traditionelle mexikanische Mariachimusik. Dies liegt vor allem daran, dass es eigentlich nur ein einziges echtes Mariachi-Lied gibt: "Cielito Lindo", gut zu erkennen am mit ay, ay, ay, ay, beginnenden Refrain. Damit gefühlt eine Million Mariachi-Trios in Lohn und Brot zu halten, ist ein volkswirtschaftliches Meisterstück, das gerade in Zeiten der Finanzkrise Hoffnung auf die Selbstheilungskräfte angeschlagener Branchen gibt. Allerdings auf Kosten der Touristenohren. Bereits am dritten Urlaubstag zum hundertsten Mal Cielito Lindo zu hören, gibt zwar Anlass zu ausgelassenen Jubiläumsfeierlichkeiten, zählt ansonsten aber zu den Erfahrungen, auf die man durchaus hätte verzichten können.


Ay, ay, ay, ay - Lärmbelästigung beim Mittagessen
Den Protagonisten steht die Begeisterung ins Gesicht geschrieben


Fazit: Wer nach Mexiko reist, muss eigentlich vom wilden Affen gebissen sein!



ni