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Seit der Wahlnacht lassen die rot-grünen Politiker keine Gelegenheit aus zu betonen, dass sich ihre Politik gegen nichts und niemanden richte. Schon bei seinem ersten Besuch in Frankreich bekräftigte Aussenminister Fischer gebetsmühlenartig, dass sich dieser Besuch keinesfalls gegen England richte. In Polen legte Fischer dann Wert auf die Feststellung, dass die enge Beziehung zwischen beiden Ländern den freundschaftlichen Verbindungen mit Russland keinen Abbruch täte. Wenige Tage später äusserte Fischer noch vor seiner Landung in London, dass die Begegnung mit Tony Blair kein feindseliger Akt gegenüber Frankreich sei. Solche und ähnliche Bemerkungen sind jetzt auch zu anderen Themen und von anderen Personen zu hören. So betonte Fischer auf einer Pressekonferenz, dass seine Teilnahme am nächsten Marathonlauf in keiner Weise gegen Kurzstreckenläufer, Raucher und Gehbehinderte gerichtet sei. Jürgen Trittin will den morgendlichen Konsum von Müsli nicht als Affront gegen ein Frühstück mit Marmeladenbrot oder gegen einen Kurzen auf nüchternen Magen interpretiert wissen. Rudolf Scharping liess verlauten, dass seine Liebe zum Fahrrad weder gegen Fussgänger noch gegen Panzerfahrer gerichtet sei. Als einziger scherte natürlich wieder Oskar Lafontaine aus der Reihe: seine bisherigen Vorschläge zur Finanzpolitik seien mit voller Absicht gegen die deutsche Wirtschaft und gegen die Bundesbank gerichtet, während die Steuerreform als Angriff gegen "reiche Schweine" gemeint sei. Dass er gelegentlich eine eigene Meinung vertrete, sei allerdings in keiner Weise gegen seine Frau Christa Müller gerichtet. hs |
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Nach einhelliger Meinung der wie immer überaus unterbelichteten Kreise der deutschen Wirtschaft ist mit den Bonner Koalitionsvereinbarungen der Umsturz in Deutschland eingeleitet worden. HEISS&FETTIG sprach darüber mit dem Altmeister der deutschen Zukunftsforschung, Professor Dr. Dünnbier vom Nostradamus-Institut für wissenschaftliche Weissagung in Bad Boll. HEISS&FETTIG: Herr Dr. Dünnbier, wie wird es in Deutschland weitergehen? Dünnbier: Gar nicht! HEISS&FETTIG: Wie meinen Sie das? Dünnbier: Durch die Steuerpolitik der Koalition wird dem Mittelstand praktisch die Luft abgewürgt. Milliarden-Subventionen gibt es nur noch für den ökologischen Anbau von Hanf-Produkten, die Herstellung von Fahrrad-Flickzeug und die Produktion von Strick- und Häkelnadeln. HEISS&FETTIG: Und was wird aus der Familie? Dünnbier: Grundlage des Staates wird die homosexuelle Lebensgemeinschaft. Heterosexuelle dürfen keine öffentlichen Ämter mehr bekleiden und müssen sich einmal wöchentlich bei der nächsten Polizeidienststelle melden. HEISS&FETTIG: Und die Ausländerpolitik? Dünnbier: In Zukunft kann jeder hergelaufene Mongole Deutscher werden. Morden, Plündern und Brandschatzen sind dann an der Tagesordnung. HEISS&FETTIG: Und was wird aus unserer Jugend? Dünnbier: In Kindergärten und Schulen werden Fixerstuben eingerichtet. Wer keine Drogen nimmt, kann nicht mehr studieren. HEISS&FETTIG: Wer wird unter diesen Umständen der nächste Bundespräsident? Dünnbier: Ein schwuler, drogenabhängiger Mongole, der häkelt! HEISS&FETTIG: Welche Horrorszenarien werden sonst noch auf uns zukommen? Dünnbier: HEISS&FETTIG wird von Attacke! übernommen. HEISS&FETTIG: Jetzt malen Sie aber den Teufel an die Wand! Dünnbier: Aber immer! hs |
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Es hätte schon im April 98 auf dem SPD-Parteitag auffallen können: gar nicht martialisch genug konnte es zugehen, als Gerhard Schröder erfolgreich - siegessicher lächelnd und begeistert winkend - den Genossen und Genossinnen signalisierte: "Ich bin's, und ich bin der Einzige." Seinen kürzlichen Wahlerfolg hat er anscheinend mit künstlichen Augen manipuliert. HEISS&FETTIG interviewte ihn dazu: HEISS&FETTIG: "Herr Schröder, angeblich haben Sie die Wahl nur mit technischen Hilfsmitteln gewonnen." Schröder: "Also, ich muß doch SEHR bitten." HEISS&FETTIG: "Sie sind 1995 bei der Aussage erwischt worden, Sie hätten ein bißchen Stahl im Auge und ab." Schröder: "Ach so, das meinen Sie. Ja, ich hab halt die Zeichen der Zeit erkannt. Was soll das, mit treu blickenden Hundeaugen schafft keiner mehr den Weg in den Kanzlersessel." HEISS&FETTIG: "Was bedeutet das im Einzelnen?" Schröder: "Ich habe mir stahlgraue Augen implantieren lassen. Mit ein bißchen lächeln ist man der Star auf Fotosessions. Den Tip habe ich übrigens von meinem guten Freund Karl Lagerzelt." HEISS&FETTIG: "Wieso implantieren lassen? Hättens nicht auch Kontaktlinsen getan?" Schröder: "Glauben Sie, daß man in Kontaktlinsen das ganze komplizierte Gewirr unterbringen kann, was nötig ist, um Den Wähler-Beamblick zu kriegen? Nee, meine Freunde und Freundinnen!" (lacht) HEISS&FETTIG: "Sogar Tony Blair hat Sie 'smart' genannt. Ist da irgendwas zwischen Ihnen?" Schröder: "Blair... hmm, könnte ich jetzt ohne meinen Terminkalender gar nicht so genau sagen. Auf jeden Fall was das nichts Sexuelles, egal, was Sie jetzt glauben." HEISS&FETTIG: "Irgendwas MUSS diesen Mann zu dieser Aussage gebracht haben." Schröder: "Lassen Sie mich nachdenken. Aah ja, wir saßen abends bei der Juso-Fete in der Disko noch auf n Bier zusammen und haben Lafontaine zu Techno rumhopsen sehn. Der war aufgemoppelt bis zum Gehtnichtmehr und machte da einen Zappel, daß einem vom Hingucken schon schwindlig wurde, und da hab ich wohl gesagt: 'Tony, so was wirst du von mir nicht sehen.' Ich weiß auch nicht, warum er mich seitdem so anhimmelt. Ich wollte eigentlich nur klar machen, daß ich nicht tanzen kann und nicht, daß ich Techno albern finde." HEISS&FETTIG: "Lafontaine hat zu seiner Verteidigung energischst darauf hingewiesen, daß er auf Anweisung seiner Typ-Berater getanzt hat und Sie eigentlich auch dazu aufgefordert waren. Warum haben Sie nicht Techno getanzt? Finden Sie Techno albern?" Schröder: "Das war mir, ehrlich gesagt, n bißchen zu voll, die sind sich doch alle auf den Füßen rumgesprungen. Unter Tanzen versteh ich kilometerweise Platz und nen ordentlichen Tango. Außerdem klappern meine neuen Augen immer, wenn ich so rumhüpfe." HEISS&FETTIG: "Danke für das Gespräch." Schröder: "Bitte, gern geschehen. Wissen Sie übrigens, wo hier die Disko ist? Heut abend soll Helmut hip-hoppen." yn |