Der Bonner Regierungswechsel hat bei Deutschlands Satirikern eine tiefe Ratlosigkeit ausgelöst, die bis zum
heutigen Tage anhält. War man vordem reichlich mit Personen gesegnet, die zum Opfer des Gespötts
gemacht werden konnten, scheint sich in den rotgrünen Parteien niemand für eine solche Rolle zu eignen. Anzügliche
Bemerkungen über das Hobby des radelnden Rudolf Scharping reichen auf Dauer einfach nicht aus. Jetzt aber
scheint sich die alte Satirikerweisheit „Wenn Du denkst, jetzt geht nichts mehr, kommt irgendwo ein Dummie her“
doch wieder zu bewahrheiten. Erster Kandidat: der neue Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke ( SPD ). Nach
eigenem Bekunden ist der ehemalige Landwirt nämlich ein Freund der volksnahen Nicht-ganz-Dicht-Kunst, mit der er
einerseits einschlägige Geselligkeiten aufzuheitern versteht und andererseits Probleme, die den Mann von
der Strasse ( bzw. aus Stall und Feld ) bewegen, auf den Punkt bringt. In diesem Sinne versuchte er kürzlich den Verkauf einheimischer
Molkereiprodukte mit dem Satz zu befördern:
|
“Oldenburger Markenbutter hilft Dir immer auf die Mutter!“
|
Doch nicht nur Kommentare zu speziellen Fragen der Landwirtschaft, sondern auch zur allgemeinen
Lebenshilfe hat der Minister auf Lager:
"Frauen muss man wie Spargel behandeln:
am Kopf anfassen und dann nach unten streichen!"
|
Solche Sätze lassen das Herz des Satirikers besonders dann höher schlagen, wenn sie nicht nur gelegentliche
Ausrutscher darstellen, sondern aus dem Fundament einer Persönlichkeit stammen: „ So ist er
halt!“ ( Funkes Ehefrau ). Damit hat sich Funke als erster Anwärter für die die Nachfolge
des Peter-Hintze-Preises
empfohlen. Untermauert wird diese Anwartschaft durch das Notizbuch des Ministers, das HEISS&FETTIG in einer
Nacht&Nebelaktion aus dem Schreibtisch des Ministers entweden konnte. Darin berücksichtigt der Minister, dass er
fortan für alle deutschen Länder zuständig ist:
"Willst mit der Magd Du morgen pennen,
iss heute Fleisch von Bayerns Hennen!"
|
Aber auch die Zukunftsfragen der Landwirtschaft werden zum Gegenstand der Poesie:
" Will der Bauer Subventionen,
muss er seine Schafe clonen!"
|
Darüberhinaus kriegt der sogenannte "kritische Verbraucher" sein Fett weg:
"Ausser Genen in dem Mais,
kauft der Kunde jeden Scheiss!"
|
HEISS&FETTIG meint: Da wird noch einiges auf uns zukommen...
hs
|