Regierung beweist:

"Euro" schmeckt prima!


Immer wieder entsteht in der Bevölkerung Misstrauen gegen die Verlautbarungen staatlicher Stellen. Obwohl dieses Misstrauen in aller Regel unbegründet ist, lassen sich viele Menschen nur durch Taten überzeugen. So bewies vor Jahren der ehemalige bayerische Umweltminister Dick die Unbedenklichkeit von verstrahlter Molke, indem er selbige auf einer Pressekonferenz zu sich nahm. ( Dass diese Molke später in Entwicklungsländer verkauft wurde, beweist einmal mehr die globale Wirkung der bayerischen Politk. ). Auf gleiche Weise handelte der frühere Umweltminister Töpfer, als er vor den Augen einer verblüfften Öffentlichkeit den Rhein durchschwamm, um auch dem letzten Zweifler klar zu machen, welche überragende Qualität das Rheinwasser inwischen angenommen hatte. Ein Vielzahl von Fischen liess sich von dieser Aktion überzeugen und ist jetzt wieder im Rhein anzutreffen.
Der amtierende Landwirtschaftsminister Funke hat sich diese Aktionen zum Vorbild genommen und verspeiste in der letzten Woche 500 Euros auf einen Schlag. Damit dürfte auch den letzten Europa-Gegnern der Wind aus den Segeln genommen sein. Jetzt überlegen auch andere Minister, wie die Öffentlichkeit von ihren Massnahmen überzeugen können. So will Innenminister Schily demnächst zusätzlich zur deutschen auch die irakische Staatsangehörigkeit annehmen. Bei offiziellen Anlässen wird er in Zukunft ein Kopftuch tragen. Gesundheitsministerin Bergmann bastelte sich in einem Kurs der Volkshochschule Bonn einen Do-it-yourself-Zahnersatz zusammen, um auf Einsparungsmöglichkeiten im Gesundheitsbereich aufmerksam zu machen. Den Zwei-Komponenten-Kleber zur Befestigung kaufte sie allerdings bei Obi ein. Hinter diesen Aktionen will auch Heiss&Fettig nicht zurückstehen: die im Februar erscheinende Print-Ausgabe von H&F wird so heiss und fettig sein, dass man sich praktisch die Finger daran verbrennt.


hs

Armut

Verzweifelte Abgeordnete müssen sogar klauen




Immer wieder werden Politiker um ihre hohen Diäten beneidet. Doch wie sich jetzt herausstellte haben sie häufig nicht mal genug Geld, um sich eine anständige Wimperntusche zu leisten. Ans Licht kam die grausame Wahrheit jetzt durch die PDS-Fraktionsvorsitzende im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns, Caterina Muth. Frau Muth wurde in einem Drogeriemarkt in ihrer Heimatstadt Neubrandenburg dabei erwischt, wie sie Wimperntusche im Wert von 22,90 DM entwenden wollte. "Kein Einzelfall", so ein Ladendetektiv der Einzelhandelskette Aldi. "Politiker als Ladendiebe sind längst an der Tagesordung. Bei uns wurde schon Rudolf Scharping erwischt, als er versuchte einen warmen Mantel mitgehen zu lassen, aber auch Joschka Fischer konnte, bei dem Versuch zwei Dosen Bier an der Kasse vorbeizuschmuggeln, gestellt werden. Aber das sind arme Schweine, in der Regel belassen wir es bei einer Verwarnung und manchmal schenken wir ihnen aus Mitleid sogar eine Wurst." Ein ehemaliger Politiker, der anonym bleiben wollte, erklärte die Umstände, die zu diesen Verzweiflungstaten führen. "Das ist der Gruppenzwang, als Politiker brauchst du ein dickes Auto, eine dicke Villa und ein dickes Flugzeug, sonst wirst du von den anderen nicht anerkannt. Da reichen die 634.360 DM im Monat einfach nicht aus. Die meisten Politiker sind hoffnungslos verschuldet und wissen nicht einmal wie sie morgen satt werden sollen.

du

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