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Während die deutsche Ärzteschaft von morgens bis abends ( vor allem morgens ) herumlamentiert, daß sie sich seit Jahren über die Grenzen ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit hinaus für die Patienten krumm legt ( es sollen schon erste Verkäufe von Drittvillen in der Toskana vorgekommen sein ), deckt Gesundheitsministerin Fischer einen ärztlichen Bereicherungsskandal nach dem anderen auf. Hier die neusten Meldungen: 1. In Höllriegelskreuth suchte der stellungslose Sanitärgehilfe Heiner K. seinen Arzt wegen eines geringfügigen Sonnenbrandes an der linken Ferse auf. Sein Arzt riet ihm daraufhin zu einer Ganzkörper - Hauttransplantation, um eine nicht völlig auszuschließende Krebsgefahr zu bannen. 2. Die Mutter des 12jährigen Schülers Alfred S. aus Kamen/Westfalen stellte bei ihrem Sohn den kariösen Befall des hinteren oberen linken Backenzahnes fest. Nur die hartnäckige Weigerung der Mutter verhinderte, daß ihr Sohn eine "Grundsanierung des gesamten Gebisses" ( d.h. Prothesen jeweils oben und unten ) erhielt. 3. Als der langjährige Migräne-Patient Herbert F. aus Neunstettten endlich einen Erfolg der Akkupunktur-Behandlung spürte und seinem Arzt von einer deutlichen Verringerung der Schmerzanfälle berichtete, trieb dieser ihm mit der Bemerkung "Das haben wir gleich!" zwei Kupfernägel durch das linke Ohr. 4. Bei Hagen S. aus Lüneberg stellte sich auch bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung heraus, daß er pumperlgesund ist. Sein Arzt riet ihm daraufhin eindringlich, zur Sanierung des Gesundheitssystems mit exzessivem Rauchen und Trinken anzufangen. Seine Bemerkung, daß durch das zu erwartende frühere Ableben die Ärzteschaft aus ihm kein Honorar erwirtschaften könne, quittierte sein Arzt mit der Bemerkung: "Dann entlasten Sie eben die Rentenkasse!" 5. Merkwürdiges kommt aus der Tranplantationsabteilung des Kreiskrankenhauses Wittebühl: einem für eine Mandeloperation narkotisierten Patienten setzte der Chefchirurg gleichzeitig ein neues Herz, zwei Nieren, eine Leber und eine Pankratiusdrüse ein. Gegenüber den verblüfften Angehörigen begründete der Chefarzt sein Vorgehen damit, daß diese Organe seit Wochen herumgelegen und sich schon bedenklich dem Verfallsdatum genähert hätten. 6. In der Fußgängerzone von Bad Soden herrschte der Hals-, Nasen- und Ohrenarzt Dr. med. Diestelbeck am hellerlichten verkaufsoffenen Sonnabend arglose Passanten mit folgenden Worten an: "Mund auf! Zunge raus!" Bevor sich die Passanten von ihrem Schreck erholt hatten, präsentierte Distelbeck ihnen eine Rechnung über DM 55,64 für eine "Reihenvorsorgeuntersuchung des Rachenraums nach §14 Absatz 2 der Reichversicherungsordnung". 7. In Karlsruhe wollte der frühverentete Systemelektroniker Karl B. gerade die Praxis seines langjährigen Hausarztes betreten, als er sich von drei stämmigen Männern mit dunklen Sonnenbrillen umringt sah. Nur fünf Minuten später fand er sich im Wartezimmer des nahegelegenen Ärztezentrums wieder. 8. Auf einer Keller-Party im westfälischen Webbede sprach der Kardiologe Dr. Dregen jüngere Damen mit der Frage an: "Wie geht's uns denn heute?" Als diese wahrheitsgemäß antworteten: "Prima - wieso?", forderte sie Dregen mit den Worten: "Gesundsein heißt: Nicht genügend untersucht sein" dazu auf, "sich im Nebenzimmer einmal frei zu machen". Gesundheitsministerin Fischer will diesen Ärzten jetzt unnachgiebig in ihr übles Handwerk pfuschen. hs |