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Eine der grössten und traditionsreichsten Baufirmen Deutschlands war schon so gut wie pleite, 17 000 Arbeitsplätze waren so gut wie verloren. Doch da taucht buchstäblich in letzter Minute und rechtzeitig vor Weihnachten und dem nächsten SPD-Parteitag, der Retter auf: ausgerechnet Gerhard "Superman" Schröder, der eisernste Spar - Kanzler, den die Bundesrepublik Deutschland jemals hatte, mit 250 Millionen Mark in der Tasche, knallt sie auf den Tisch, verteilt ein paar Kopfnüsse an die anwesenden Grossbanken ( "gesamtgesellschaftliche Verantwortung, sach ich mal" ), wartet noch kurz, bis der Fernsehsender n-tv alle Kameras aufgebaut hat und tritt vor die jubelnden "Holzmänner" wie weiland Aussenminister Genscher vor die Ossis in der Prager Botschaft: "Holzmann wird leben!" Noch in der darauffolgenden Nacht präsentierte General Müntefering den neuen Parteislogan der SPD: "Und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo der Kanzler her!" Müntefering dementierte, dass bereits an eine Heiligsprechung Schröders gedacht sei, jedenfalls nicht im Moment. Die ganze Aktion soll jedoch verfilmt werden. Titel des Streifens: "Der Kanzler der Herzen". hs |
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Nachdem Alt-Kanzler Helmut Kohl und die Generalsekretärin der CDU, Angela Merkel, wiederholt beteuert haben, dass sie von irgendwelchen angeblichen Parteispenden irgendwelcher sogenannter Waffenhändler niemals nicht auch nur ein klitzekleines Sterbenswörtchen gewusst haben, hat der frühere Schatzmeister der Partei, Walther Leisler Kiep, nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" bei seinem Verhör vor der Ausgburger Staatsanwaltschaft ausgesagt, dass er ebenfalls etwas nicht gewusst hat, nämlich, von welchem Konto das Geld für seine Prozesskostenerstattung an ihn überwiesen worden sei. Er hätte zwar gewusst, dass da auf irgendwelchen "Treuhand-Anderkonten" Geld herumgelegen hätte, "aber keine Details", z.B. ob es längs oder quer herumgelegen hätte. Den Waffenhändler Schreiber hätte er zwar gekannt, aber "nur von ganz, ganz Weitem". Deshalb hätte er auch überhaupt gar keinen Einfluss auf dessen Waffengeschäfte nicht haben können, zumal er sich mit Waffen überhaupt nicht auskennen würde, wenn man einmal von seiner Jagdflinte absehen würde. Die einzige Person, die bisher zugegeben hat, irgendetwas gewusst zu haben, ist der frühere Kohl-Vertraute Horst Weyhrauch. Die Million, die er von Herrn Schreiber erhalten habe, sei mit Sicherheit keine Parteispende gewesen, sondern eine "so genannte Parteispende", die deshalb auch nicht deklariert hätte werden müssen. Die Frage, ob der Ausdruck "so genannte Parteispende" ein andere Wort für "Schmiergeld" sei, wollte Weyhrauch nicht beantworten. hs |
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Sind Regierungsentscheidungen in der Kohl-Ära durch Spendengelder von Privatfirmen beeinflusst worden? Diese Frage soll jetzt ein Untersuchungsausschuss klären, nachdem der ehemalige Schatzmeister der CDU, Walter Leisler Kiep, eingeräumt hatte, dass Spendengelder des Waffenhändlers Schreiber an Parteimitglieder ausgezahlt worden sind. Den Untersuchungsausschuss interessieren vor allem folgende Fragen: 1. Ist die Wiedervereinigung aufgrund einer Millionenspende der westdeutschen Golfvereine an die CDU zustandegekommen? Nach der Wende entstanden bis heute insgesamt 53 Golfplätze auf dem Boden der ehemaligen DDR! 2. Hat die CSU allein deshalb gegen den $218 vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt, weil der Vatikan den bayerischen Bischöfen 200 Millionen Hektoliter "feinsten Messweins aus Spitzenlagen" versprochen hat? 3. Hat der damalige Sozialminister Blüm nur deshalb behauptet, "Die Renten sind sicher", weil der "Karnevalsverband der Senioren vom Niederrhein" Herrn Blüm den "Orden wider den tierischen Ernst" verliehen hat? Im Zusammenhang mit der Schreiber-Spende hat Walter Leisler Kiep übrigens heute dementiert, dass er gegenüber dem ZDF eingestanden habe, "eine riesige Dummheit" begangen zu haben. Er habe vielmehr von einer "wahnsinnigen Sauerei" gesprochen. hs |