Spiel mit Worten kann lebensgefährlich sein
Gedönsheimer Fumpilöns-Verein gegründet
Vogelstimmen-Digitalisierung auf dem Weg zur perfekten Symphonie
Übertragung von Computerviren auf Menschen geglückt!
BeCit 99: RAM in ROM
Superkühe geben mehr Milch
Neue Museums-Ausstellung RAM in ROM

Spiel mit Worten kann lebensgefährlich sein

Gerade sind sie in Mode, die Wortspieler und Kabarettisten, doch morgen schon könnten sie verschwunden sein. Grund hierfür ist eine neue Sorte Worte, die zwar harmlos aussieht, aber hochdramatisch explodieren kann, wenn man versucht, sie mit einem Mentholkaugummi zusammen im Mundraum für den baldigen Einsatz aufzubewahren.

Kommissar Herbert von der Kripo Erlangen: "Wir suchen noch nach den Personen, die solche Worte in Umlauf bringen. Mittlerweile legen wir ihnen 15 Morde zur Last, fast alle sind im mittelhessischen Raum aufgetreten, wo die Opfer Probepackungen eines Mentholkaugummis im Briefkasten vorfanden, einige Briefumschläge sind offenbar mit einer Art Wortzünder imprägniert worden.

Wenn Sie Mentholkaugummis mit der Werbepost bekommen haben, schicken Sie diese entweder zur Untersuchung an die Kripo Erlangen oder an die nächste Polizeidienststelle, aber kauen Sie sie auf keinen Fall, besonders dann nicht, wenn Sie zur Verwendung des Wortes 'und' während des Kaugummikauens neigen."

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Gedönsheimer Fumpilöns-Verein gegründet

Ein historischer Moment in der kalten Jahreszeit - der Fumpilöns-Verein ist endlich Bestandteil des deutschen Vereinsregisters. Die Gedönsheimer stellen auf diese Weise sicher, daß das Fumpilöns-Syndrom, das dreißig Prozent der Gedönsheimer Bevölkerung quält, nicht in Vergessenheit gerät.

Nanette Onkel, erste Vorsitzende: "Es ist schon ein Scheiß-Gefühl, wie einen die Bundesregierung in dieser Sache in Stich läßt. Im Gedönsheim leiden vierhundert Leute an Fumpilöns, und die Wissenschaftler führen dies mittlerweile auf das AKW im Nachbarort Pusteldorf zurück, das da irgend so ein Hobby-Atomökonom zwischen den dicken Kartoffeln in seinem Garten installiert hat.

Die Pusteldorfer schienen bisher mit einer natürlichen Fumpilöns-Immunität ausgestattet zu sein, doch auch das ist jetzt als Legende widerlegt: der Wind weht einfach den ganzen Dreck in Richtung Gedönsheim, und wenn die Pusteldorfer Atomdeppen ihre Heizungen aufdrehen und in vier Sekunden von Null auf dreiundvierzig Grad Raumtemperatur sind, fumpilieren zwei Gedönsheimer pro Minute. Ich sag Ihnen, lustig ist das nicht!"

Mittlerweile hat Neukanzler Schröder auf die Vereinsgründung mit einem Kranz für die Fumpilöns-Opfer der letzten vier Jahre reagiert und auch den Bau einer Gedenkstätte angekündigt. Ob die Gedönsheimer von der prominenten Anteilnahme überhaupt etwas mitbekommen, steht auf einem anderen Blatt - immerhin schädigt chonisches Fumpilieren nachhaltig die recogniszitiven Randhirnbereiche, die an der Erkennung der Prominenz als solcher maßgeblich beteiligt sind.

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Vogelstimmen-Digitalisierung auf dem Weg zur perfekten Symphonie

Die qualitativ unsäglich schlechten, rauschenden und knisternden Vogelstimmen-Tonträger haben ausgedient: es gibt BirDigi. Mit BirDigi kann jeder Ornithomat Vogelstimmen seiner Wahl zu Freilandaufnahmen zusammenschneiden, die in der Brillianz unübertroffen sind. Auf diese Weise lassen sich auch die beliebten Mystery Bird- Wettbewerbe mit wirklich schwer bestimmbarem Material versorgen.

BirDigi kann aber noch mehr: auch im grafischen Bereich läßt das Programm einen nicht im Stich, von der herkömmlichen Amsel bis zum Warzschnabel-Elefantenohrgeier sind die Bauteile für alle Vogelarten der Erde verfügbar. Der Vogelkundler muß sie nur kombinieren oder kann aus einer Vorauswahl der 100 beliebtesten Kreationen wählen und diese nach seinem Geschmack verändern.

"Dank BirDigi wissen wir endlich, wie der verschollene Hualagula-Breitschnabel wirklich aussieht und können uns nun mit einem Fahndungsfoto in die burmesischen Urwälder aufmachen." lobte Eilutein, erster Vorsitzender der NABU-Schnitzelessen-Runde, die Möglichkeiten des Programms. "Und das beste: wir sind noch nicht mal am Ende der Skala angekommen! Für 12000 Vogelarten stehen noch die Beschreibungen und Erstfunde aus, BirDigi wird die Suche wesentlich erleichtern."

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Übertragung von Computerviren auf Menschen geglückt!

Das Geschrei um Xenotransplantation und Gentechnik nimmt kein Ende mehr, seit Dr. Heimer du Pappé ultrageheime Forschungsergebnisse der Mayer-Konzerne an die Öffentlichkeit gebracht hat.

Aus diesen Berichten geht hervor, daß die Basedow-Krankheit, von der man bisher noch nicht wußte, wie sie ausgelöst wird, durch den ersten gelungenen Übertrag eines Computervirus entstanden ist.

"Der Virus war zwar ursprünglich nicht als solcher geplant, sondern sollte ein neuartiges Betriebssystem darstellen, aber der Versuch, das Programm zum Laufen zu kriegen, wurde nach dem ersten Beta-Test in Herzschrittmachern aufgegeben. Das Programm wurde ad Acta gelegt und beim Umzug der Firma wieder ausgegraben. Der Zweitchef verscheuerte persönlich Teile dieses völlig mißlungenen Programms an Microsoft, und dort wurde daraus Windows, das sich heute so zimlich auf fast jedem Rechner befindet.

Genau das macht es so gefährlich: Einem Teil des Programms wurde durch die frühen Herzschrittmacher-Implantationen ermöglicht, sich in das Erbgut der Menschen einzuschleichen, aber allein stellt er noch keinen Unsinn an. Schlimm wirds erst, wenn der Träger eines Herzschrittmachers der verhängnisvollen ersten Baureihe Kinder hat und diese sich vor den Computer setzen. Dann wird über die Interferenzen und Strahlungen des Computer-Betriebssystems der Virus aktiviert und zackbumm gibt es Epilepsie, Basedow und solche Sachen.

Aus irgendeinem Grund sind Frauen wesentlich stärker betroffen als Männer, das kann aber daran liegen, daß Frauen sich intuitiver mit den PCs auseinandersetzen und folglich mehr Interferenzen abkriegen.

Der Schaden, den diese Geschichte der Gentechnik und der Xerotransplanation zugefügt hat, ist noch nicht abzusehen, aber er kann gar nicht groß genug sein. Denn es wird weiter fleißig vertuscht, wo es nur geht, schließlich geht es um Geld und nicht um Leben. Die Menschheit darf fortan mit dem Virus leben, und die Gentechniker und Organschrauber arbeiten auch fleißig an der Vorbereitung weiterer Nettigkeiten in diesem Stil."

HEISS&FETTIG schweigt schockiert.

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BeCit 99: RAM in ROM

Die Innovation der BeCit 1999 ist beim Namen genannt worden: RAM-Drives in ROM-Laufwerken zeigen allem eine Nase, was bisher auf dem Computer-Markt zu finden war. Der Erfinder des RAMinROM [TM], Howard Howard: "ZIP und JAZ ist Gestern. RiR ist übermorgen. Das ROM-basierte RAM-Drive wird die Technologie gnadenlos revolutionieren. Unsere Konkurrenten werden sich noch umgucken, mit ein bißchen Pech kriegen sie ihre kompletten Aktienpakete zurück, ohne was dafür bezahlen zu müssen. Der Anwendungsbereich von RiR ist quasi unbegrenzt, und die Nachfrage ist jetzt schon enorm. Sogar historische Wurzeln zeigen uns, daß RiR auf dem richtigen Weg ist."

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Superkühe geben mehr Milch


Der Deutsche Kuhzuchtverband (DKV) plädiert für den flächenweiten Einsatz der Super-Kuh, die im Fachjargon als "ET351" bekannt ist. Sie gibt angeblich 70 mal mehr Milch als die deutsche Normkuh, soll zarter im Fleisch sein und außerdem eine natürliche BSE-Anzeige hinterm Ohr aufweisen.

Der Sprecher des DKV, Mörseburger: "Diese Anzeige ist sehr praktisch, man schaut durch ein kleines Fensterchen ins Hirn. Wenn die 351 wirklich BSE-Träger ist, sieht man das sofort an Ort und Stelle und kann die Kuh aus dem Verkehr ziehen. Wir bieten die Anzeigemodule mittlerweile auch kuh-unabhängig im freien Handel an, sie haben sich zum Verkaufsschlager gemausert."

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Neue Ausstellung: RAM in ROM

... ist der Titel einer Ausstellung, die zur Zeit am Darmstädter Museum für Wundenkunde läuft. Die nach neuesten museumspädagogischen Gesichtspunkten aufgegliederte Ausstellung dokumentiert den vorchristlichen Technologietransfer, der am Beispiel der Texte, die von Pharao Ramses während seiner Romreise verfaßt wurden, thematisiert wird. Besonderen Wert legte Pharao Ramses offenbar auf den vorgegebenen Speicherinhalt, der mehrere Male in den Hieroglyphen auftaucht. Agrarforscher meinen darin die Erstaussaat von Popcorn-Mais in Italien zu identifizieren, doch dieser Auslegung widerspricht H. Howard, selbst Experte in der prähistorischen Informationstechnik, heftig. Howard glaubt eher an fest verdrahtete Rechenschieber, die Ägypten zu einer Supermacht am Nil hochpushen sollten.

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